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ERHÖHTES RISIKO FÜR VENENERKRANKUNGEN

Die Ursache für ein Venenleiden ist oft genetische Veranlagung. Wenn Ihre Eltern, Großeltern unter Krampfadern leiden. sollten Sie früh eine Disposition vom Spezialisten abklären lassen.

Wenn es also bereits Krampfadernleiden in Ihrer Familie gibt sollten Sie durch Sport und gesunde Lebensweise vorbeugen und regelmäßig zur Ultraschalluntersuchung gehen! 

RISIKO ALTER

Oft bilden sich Krampfadern erst mit zunehmendem Alter aus, weil die Venen mit dem Alter schwächer werden. Zu wenig Bewegung, Übergewicht, falsche Ernährung können diese Entwicklung fördern.

Frauen zeigen oft zwischen 20 - 40 Jahren ein leicht erhöhtes Risko für das Auftreten von Krampfadern, verstärkt durch die Einnahme der Anti Baby Pille oder durch Schwangerschaften. Bei Männern gibt es ab 40 Jahren einen Anstieg der Häufigkeit von Venenerkrankungen.

Wichtig ist die frühe Erkennung und Behandlung des Krampfadernleidens – da es sonst zu gefährlichen Komplikationen kommen kann.

RAUCHEN

Das Einatmen von Tabakrauch ist unter anderem ein gesicherter Risikofaktor für Gefäßverstopfungen in den Extremitäten (periphere arterielle Verschlusskrankheit).

Anders als bei Erkrankungen der Arterien ist bisher ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Rauchen und Krampfaderbildung nicht belegt. Allerdings erhöht das Rauchen das Thrombose-Risiko. Bei Frauen, die zusätzlich noch die Pille nehmen, steigt das Risiko um das 8- bis 10fache

ARBEITSWELT

Alle stehenden und sitzenden Berufe sind schlecht für Ihre Venengesundheit. Achten Sie darauf regelmäßig untertags Venenübungen zu machen.

  • Beine hoch lagern, Zehenkreisen, Aufstehen und herumgehen, bei stehenden Berufen immer wieder auf die Zehen stellen, Füße wippen oder kreisen.
  • Überschlagen Sie beim Sitzen nicht die Beine – das behindert die Venepumpe!
  • Vermeiden Sie Schuhe mit hohen Absätzen – die Beweglichkeit wird eingeschränkt, die Wadenmuskelpumpe blockiert.

Gehen Sie so oft wie möglich barfuss!

Unterstützen Sie Ihre Venen mit leichten, modischen Kompressionsstrümpfen (oder – Kniestrümpfen). Informieren Sie sich über das Angebot beim Bandagisten! 

SCHWANGERSCHAFT

Bei vielen Frauen bilden sich während der Schwangerschaft Krampfadern, da die Blutmenge um 25 - 30 % zunimmt, was die Venen zuätzlich belastet.Die vergrößerte Gebärmutter und der Kopf des Babys erhöhen den Druck auf die Gefäße und können einen venösen Rückstau verursachen.

Ein Risikofaktor für die Ausbildung von Krampfadern ist auch die Einnahme der Antibabypille. Untersuchungen haben gezeigt, dass Gestagen und Progesteron auf die Venen verengend wirken, während Östrogen ausdehnend wirkt. Daher ist es für die Venen schonender eine „ Minipille“ auf Gestagen - Basis einzunehmen. Sie bewirkt vor allem die Verdickung des Schleims am Gebärmutterhals oder verhindert den Eisprung. Jede Pille greift jedoch in den Stoffwechsel ein und beeinflusst den Organismus.

Frauen die Rauchen, übergewichtig sind, die Pille nehmen, Krampfadern haben oder eine Neigung dazuin der Familie vorliegt, haben ein erhöhtes Thromboserisiko!

SCHUHWERK

Schicke Damenschuhe haben meist auch hohe Absätze, die die so genannte Wadenpumpe – den Wadenmuskel, der die Venen in ihrer Arbeit unterstützt – außer Kraft setzen. Auch das Tragen von enger Kleidung wirkt sich negativ auf Ihr Venensystem aus.

WÄRMEEINWIRKUNG

Wärme, heiße Bäder über 38°C,Thermalwasser, lange Sonenbäder, Sauna sollten Sie bei vorhandener Neigung zu Besenreisern und Krampfadern vermeiden.

ÜBERGEWICHT

Viele Zivilisationskrankheiten hängen direkt mit Übergewicht zusammen. Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) sind hohe Risikofaktoren für die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und damit auch die Entstehung von Krampfadern. Jedes zusätzliche Kilo Körpergewicht belastet ihren Blutkreislauf und erschwert daher die Arbeit der Venenpumpe.

Ernährungstipps

  • tierische Fette reduzieren
  • täglich 5x Obst und Gemüse
  • Brot, Reis, Nudeln, und Müsli
  • Trinken Sie mindestens 2 Liter Wasser oder ungesüßten Tee pro Tag
  • Vorsicht bei Alkohol und Kaffee
Quelle, Autor: OA Dr.Wolfgang Müller, Dr. Sylvia Müller, Ärztlicher Beirat der Initiative Venengesundheit
Erstellungsdatum: Februar 2008; Letzte Änderung auf dieser Seite: Mai 2010

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