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DR. SYLVIA MÜLLER - SCHAUMVERÖDUNG........IST DAS WIRKLICH NEU??

Entgegen der Behauptung- es handle sich um eine neue Methode- ist diese Art der Behandlung bereits lange bekannt- erfährt jedoch auf Grund der Duplexsonographie eine Renaissance.

Grundlage der Schaumverödung ist, dass gängiges flüssiges Verödungsmittel aufgeschäumt wird und sich dieser Schaum besser auch an Venenwände größerer Krampfadern anlegt ohne sofort ausgeschwemmt zu werden. Der Schaum ist zudem im Ultraschall gut sichtbar. Dies ermöglicht ein genaues, Ultraschall-gezieltes Plazieren des Schaums an der gewünschten Stelle.

Die Methode ist natürlich bestechend da es nur um eine Punktion der Vene handelt, die für den Patienten relativ wenig belastend ist.

Das Verödungsmittel erzeugt eine gewollte Reizung der Venenwand mit kontrollierter Entzündung wodurch sich die Vene verschließt. Der Körper muss anschließend die verschlossene Vene auflösen- ein Prozess der mitunter sehr lange dauern kann. Daraus ergibt sich auch, dass die Vene durch das Anspritzen nicht sofort verschwindet- wie oft versprochen wird- sondern dass das Auflösen der Krampfadern ein durchwegs langwieriger und auch eventuell schmerzhafter Prozess sein kann.

Es handelt sich trotzdem um eine sehr gute und effektive Methode---wenn sie richtig eingesetzt wird.

So können verschiedene Formen der Rezidiv-Krampfadern sowie durch andere Methoden schwer zugängige Venen sehr gut behandelt werden. Die Behauptung jedoch, dass jede Art von Krampfadern mit Schaumverödung optimal behandelbar ist stimmt nicht. Besonders bei sehr ausgeprägten Krampfadern ist die Entfernung besser, da sie danach sofort weg sind und nicht durch einen monatelangen Prozess vom Körper abgebaut werden müssen.

Besonders bei ausgeprägten Klappenschwächen mit stark ausgeweiteten Venen besteht dadurch, dass größere Mengen des Verödungsmittels verwendet werden müssen und auch in die Tiefe geschwemmt werden ein gewisses Thromboserisiko. Das Tragen eines Kompressionsstrumpfes wird allgemein empfohlen um dieses Risiko reduzieren und die Nebenwirkungen der Behandlung zu verringern. Zusätzlich ist in diesen Fällen die Verabreichung von Blutverdünnern (Heparin Spritze) notwendig.

Es liegen jetzt auch schon sehr viele Langzeitstudien vor, die im Vergleich zu anderen Behandlungsmethoden ein deutlich erhöhtes Wiederauftreten von Krampfadern nach Schaumverödungen zeigen. Das heißt,  dass die Haltbarkeit des Verschlusses mit Schaum deutlich geringer ist, als bei Verschluss mit Radiofrequenz oder Laser.

Natürlich spielt auch der finanzielle Aspekt bei der Therapiewahl eine Rolle.

Die Schaumverödung ist mit Abstand die billigste Methode da im Gegensatz zu Radiofrequenz und Laser keine teuren Sonden verwendet werden und im Gegensatz zu Operationen kein aufwendiges OP Setting  nötig ist.

Viele Therapeuten weisen auch daraufhin, dass die schaumverödete Venen zwar häufiger wieder aufgehen, auf Grund der günstigen Kosten und der einfachen Handhabung sind jedoch wiederholte Therapien gut möglich. Allerdings stehen Langzeitstudien zu der Frage  aus, wie sich wiederholte Verödungen auf das umliegende Gewebe auswirken. 

Zusammenfassend gilt für die Schaumverödung das gleiche wie für alle anderen Behandlungsmethoden:  jedes Venenleiden ist sehr individuell gelagert, daher ist nicht jede Methode für jeden gleich gut geeignet ist.

 

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Quelle, Autor: Boehringer Ingelheim Austria GmbH, Verein Initiative Venengesundheit
Erstellungsdatum: Mai 2010; Letzte Änderung auf dieser Seite: Mai 2010

 

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